Warschau. Da bin ich also. Das erste Mal in Polen. Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen nicht sonderlich hoch. Einmal angekommen, wurde ich jedoch sehr positiv überrascht! Alles wirkt sehr sauber und aufgeräumt. Alte, sozialistisch angehauchte Gebäude stehen Seite an Seite mit modernsten Türmen aus Glas und Stahl, in denen Hotels, Büros und Einkaufscenter beherbergt sind. Die U-Bahn ist modern und wirkt durchdacht – insgesamt funktioniert der Nahverkehr zumindest innerhalb der Metropole recht gut.

Nach dem ersten Sightseeing haben wir uns etwas mit der Geschichte Warschaus beschäftigt. Ich muss zugeben, dass ich – allem Geschichtsunterricht zum Trotz – nicht wusste, was Warschau im Zweiten Weltkrieg durchgemacht hat. Die Altstadt und der Palast wurden dem Erdboden gleich gemacht, da an dieser Stelle eine arische Planstadt entstehen sollte. Krass! Ein Besuch im Nationalmuseum sowie im Jüdischen Museum zeigen auf nicht gewünscht eindrucksvolle Art und Weise, was Krieg anrichten kann. Umso schlimmer zu sehen, dass Menschen aus der Geschichte nicht lernen und sich alles immer wiederholt :-(

Die Altstadt und der Palast wurden übrigens in den 70er Jahren originalgetreu wieder aufgebaut und bieten heute eine wunderbare Kulisse. Dennoch – wer auch immer von meinen Lesern hier einmal nach Warschau fliegt, sollte sich auch mit der Geschichte auseinandersetzen.